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MGV Schledehausen feiert fröhlichen Abrechnungsabend

GESANG, GAGS UND GESELLIGES von Johanna Kollorz

Bissendorf. Dieser Termin ist zum Jahresausklang gesetzt: Knapp 100 Teilnehmer trafen sich am „dritten Weihnachtsfeiertag“ in der Aula der Schule am Berg um bei bester Stimmung den geselligen Abrechnungsabend des Männergesangsvereins Schledehausen zu feiern.

Der Auftakt der rund 30 Aktiven der Sängergemeinschaft von 1881 erfolgte stimmgewaltig und mit Schwung: „Aus der Traube in die Tonne, aus der Tonne in das Fass. Aus dem Fasse dann O Wonne, in die Flasche in das Glas“ erklang das bekannte Weinlied des Komponisten Kurt Lissmann.

Begrüßung und Bierfass-Spenden

Als Vorsitzender begrüßte Armin Jäkel die knapp 100 Teilnehmer der Traditionsveranstaltung, übermittelte Grüße und Bierfass-Spenden nichtanwesender Mitglieder und Gönner, dankte der Grundschule und der bewirtenden Familie Weber für die Gastfreundschaft.

Mit dem Lied „Die Abendglocken rufen“ wurde anschließend der verstorbenen Sangesbrüder Lutz Bonk und Klaus Eurlings gedacht. Bei Kotelett, Kartoffelsalat und begleitenden Kaltgetränken genossen, sowohl der alte Chorleiter Gerad van der Nulft, als auch sein Nachfolger Felix Hastricht, der die Geschicke des MGV diesen Herbst übernahm, den weiteren Verlauf des Abends, bei dem auch langjährige Mitglieder geehrt wurden.

Ehrennadeln für langjährige Aktive

Auf 40 Jahre Gesangsaktivität kommt Walter Nolte. Die silberne Ehrennadel für 25 Jahre Mitgliedschaft wurde Helmut Gravemann angesteckt. Ebenso lange aktiv dabei sind Kurt Niekamp, Manfred Buddeke, Ulrich Bührmann und Hartmut Beyer.

Gleiches trifft auf Vereinswirt Reinhard Weber zu, den der Vorstand für die Auszeichnung hinter dem Zapfhahn hervor bat, sowie Friedrich Wiethaupt, Dirigent der „Wierau-Spatzen“, auf den die einmal im Jahr aktiven Passiven bei ihrem letzten Auftritt aus gesundheitlichen Gründen verzichten mussten.

Wierau-Spatzen beehren ausnahmsweise die Provinz

„Unser Chorleiter lag letztes Jahr kaputt am Boden. Wir haben ihn wieder aufgepäppelt und beehren heute trotz unzähliger weiterer Auftritte ausnahmsweise die Provinz“, scherzte der freche Schwarm geselliger Singvögel. Wie gewohnt übte sich die überwiegend junge Fraktion wenig in Bescheidenheit. So erfuhr der neue Chorleiter aus dem „losen Schnabel“ von Sprecher Gerd Maiwald, dass er mit den Aktiven nur die zweitbesten Sänger leitet: „Der Vorstand hat dich sicher im Glauben gelassen, du hättest die A-Mannschaft vor dir. Aber weit gefehlt – das sind wir – die Wierau-Spatzen!“

Selbst immer wieder schmunzelnd besang die Kolonie, die auch ohne Einladung kommt, die schöne Heimat Schledehausen: die Wierau, die kleine Kneipe an der Wulftener Straße und „einen Stern, der unsere Lieder hört und sich niemals hat beschwert“. Nach einer „Ode an die Lust“ (das Objekt der Begierde entblätterte sich als Tafel Schokolade) ließ Hans Quast Prominente darüber philosophieren, warum ein Huhn die Straße überquert hat.

Neuer Chorleiter mischt sich unter die Jungspatzen

Mit verbessertem Klang brachte Felix Hastrich altvertrautes Repertoire zum Klingen. Darunter „Das Trinklied der Luther pries die Weiber, den Wein und den Gesang“ und „Surfen auf´m Baggersee“ (die deutsche Version des Beach-Boys-Klassikers „Surfin´USA“).

Als der offizielle Teil des „Abrechnungsabends“ über die Bühne war (hierzu zählten auch der Jahresbericht des ersten Schriftführers Reinhart Bethke und eine bunte Tüte Herrenwitze), kam der neue Chorleiter dem Wunsch der Wierau-Spatzen nach einem guten Kontakt zu ihm nach.

Selbst gerade mal 24 Jahre jung, gesellte sich Felix Hastrich zu ihnen an den Tisch, um erstmals auf Tuchfühlung mit potenziellen Nachwuchstalenten zu gehen. Mit zunehmender Aufnahme flüssiger Nahrung mag so mancher Teilnehmer zu vorgerückter Stunde dennoch dem zuvor angebrachtem Zitat von Peter Maffay gedacht haben: „Es ist mir lieber, jemand singt falsch, als das er überhaupt nicht singt“. 

 

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