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„Sieben Nächte die Woche zu wenig gepennt“, damit der Sängerball zum Erfolg wurde

Als hätten Sie es geahnt, die Männer vom MGV Schledehausen. Als am Samstag in den Räumen der Beschützenden Werkstatt im Luftkurort an der Wierau der 69. Sängerball über die Bühne ging, hatten einige der aufgeführten Lieder durchaus prophetischen Charakter: Zuerst, am Beginn der Planungen im alten Jahr, war alles noch „Ganz weit weg“, (Hubert von Goisern), aber schließlich wurde es doch noch eng, wie Max Giesinger in seinem Erfolgshit „80 Millionen“ die Woche vor dem Jahres-Event vorauszuahnen schien: „Sieben Nächte die Woche zu wenig gepennt, wie auf der Achterbahn im Dauerflug.“ Am Ende aber war es wie im „Traum von Amsterdam“: Rote Rosen sollten vom Himmel regnen und nie verblühen. Das Publikum forderte begeistert mehrere Zugaben, die von Chorleiter Felix Hastrich aus Respekt vor den nachfolgenden Künstlern Bianca J. Wilke und der Band „Sky Riders“ allerdings kurz gehalten wurden.

 

Tatsächlich hatten sich die Sangesbrüder unter Führung des ersten Vorsitzenden Armin Jäkel viel vorgenommen. Angefangen von der Produktion des Festschrift, die Schatzmeister Jörg Eekhoff entwarf (wie auch die Bühnengestaltung unter dem Motto „HitRadio MGV“) über die Verteilung in alle Haushalte des Dorfes und der umliegenden Ort- und Bauernschaften bis zur Herrichtung des Festsaales in den Räumen der Werkstatt.

Vor allem Letzteres stellt jedes Jahr eine große Logistische Herausforderung dar: Ein weitgehend nüchtern-zweckdienlicher Speisesaal und auch die mit Trampolin und Fitnessgeräten voll ausgestattete Sporthalle werden zunächst komplett ausgeräumt, um anschliessend mit Beleuchtung, Bestuhlung und Dekoration bis hin zur Sektbar festlich ausgeschmückt zu werden.

 

Natürlich bedeutet dies, dass auch der empfindliche Sportboden durch Verlegung eines strapazierfähigen Behelfsbelags geschützt werden muss, dem es nichts ausmacht, wenn er im Ballgeschehen mit Pfennigabsätzen beschritten und betanzt wird.

 

Selbst die Versorgung mit Speis (Gaststätte „Zum Findling“) und Trank (Vereinswirtschaft „Schwarzwald-Stüble“) wurde eigens zum Fest herangeschafft. Rund 250 Gäste wollten und sollten schließlich nicht darben. Bis kurz vor dem Morgengrauen wurden die letzten Gäste bewirtet, ehe am Sonntag Nachmittag der Rückbau in den Urzustand so detailgetreu vollzogen wurde, dass MGV-Vize Uwe Klapper zufrieden Bilanz ziehen konnte: „Super Auftritt und vor allem wieder eine gute Teamarbeit bei Auf- und Abbau!“

 

Wer keine Karten für den Sängerball mehr kaufen konnte, hat die Gelegenheit, auf der MGV Facebook-Seite sowie unter www.mgv-schledehausen.eu einige Ausschnitte des Programms anzuschauen. Und sich den Termin für den 70. MGV-Sängerball in den Kalender zu schreiben: es ist der 9. März 2019.