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MGV Schledehausen feiert Silberhochzeit mit „Supergirls“

STIMMUNGSVOLLER SÄNGERBALL

Von Johanna Kollorz | Neue Osnabrücker Zeitung

Bissendorf. Super Stimmen, super Stimmung, super Songauswahl und super Band: Geschätzt 250 Gäste feierten gemeinsam mit dem Männergesangsverein Schledehausen den vermutlich 70. Sängerball – sowie den mittlerweile 25. in den Räumen der Osnabrücker Werkstätten in Schledehausen.

 

 Die „Silberhochzeit mit den Osnabrücker Werkstätten“, wie der erste Vorsitzende des MGV, Armin Jäkel, das Geschehen betitelte, stand dieses Jahr unter dem Motto „Supergirls“. Mit abwechslungsreichem, oft humorigem Liedgut, rückten die Sangesbrüder einmal ganz bewusst ihre Frauen ins Rampenlicht. 

Mit gut geölten Stimmen und frischem Konzept luden die Sänger des MGV Schledehausen Samstag zu einem weiteren gelungenen Sängerball in den Räumen der Osnabrücker Werkstätten. Foto: Johanna Kollorz
Mit gut geölten Stimmen und frischem Konzept luden die Sänger des MGV Schledehausen Samstag zu einem weiteren gelungenen Sängerball in den Räumen der Osnabrücker Werkstätten. Foto: Johanna Kollorz

 

 

Viele Choraktivitäten 

Direkt nach der Eröffnung mit „Frauen und Wein“ und der Begrüßung der Ehrengäste (darunter Gerd Kruse, Vorsitzende des Sängerbundes, Bürgermeister Guido Halfter, der alte Chorleiter Gerad van der Nulft, der Schützenverein Schledehausen sowie die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr, die für den Brandschutz sorgten) stellte Moderator Andreas Stäbe fest: „Supergirls müssen nicht immer blond sein, ein Meter achtzig groß und einen verführerischen Schmollmund haben. Es sind unsere Sängerfrauen, die uns jeden Donnerstagabend laufen lassen, auch wenn es so manches Mal später wird … eben diese Frauen, die uns bei vielen unserer Choraktivitäten unterstützen“.

 

Für die deutsche Version des Elton-John-Songs „Kann es wirklich Liebe sein?“ aus König der Löwen begab sich Michael Radke ans Klavier. Beim großen Chorfinale mit  Liedern angesagter deutscher Interpreten wie Max Giesinger („80 Millionen“) und den Sportfreunden Stiller („Ein Kompliment“) griff der Musiker abermals in die Tasten.

 

35 Sänger auf der Bühne

Die Themen „Frauen und Liebe“ zogen sich wie ein roter Faden durch das auf Wunsch vieler Gäste erstmals ohne Solisten gestaltete Programm. Neben Westernhagens „Willenlos“, dem schwungvollem Song „Girls, Girls, Girls“ von Sailor oder der Ode „Dicke Mädchen haben schöne Namen“ von Höhner gaben die 35 Sänger auf der Bühne „Ich hab das Fräulein Helen baden sehen“ zum Besten: „Man fühlt erst dann sich recht als Mann, wenn man beim Baden gehen Waden sehen kann…“

Mit stimmstarkem, dreifachem „A-ha“ zum Ausklang sangen sie im Comedian Harmonists-Song „Lass mich Dein Badewasser schlürfen“ stimmstark, textsicher und leicht beseelt vom Winseln vor dem Himmelbettchen, vom Steuer zahlen, Wäsche waschen und vom Frühstücksteller naschen. 

Foto: Johanna Kollorz
Foto: Johanna Kollorz

Rund 20 zusätzliche Übungsabende hatte der junge, engagierte Chorleiter Felix Hastrich auf sich genommen, um die kurzlebige A-Capella-Gruppe „Die Eintagsfliegen“ fit für ihren einmaligen Auftritt zu machen. Mit großen Sonnenbrillen, roten Hosenträgern und Fliegen traten Christian Kürbart, Jost Bosse, Peter Henze, Uwe Klapper, Tristan Lampe, Uwe Tholen, Armin Jäkel, Thomas Becker, Jörg Eekhoff und der Chorleiter selbst hinaus aus dem Dunkel ins Rampenlicht.

Zwischen den schnulzigen Pop-Balladen „Only You“ und Ed Sheeran´s „Perfect“ platzierten die Sänger mit Herbert Grönemeyers „Männer“ doch noch eine Hymne auf sich selbst im Programm und ernteten für das gesamte Paket stehende Ovationen. Einen besonderen Dank ließen die Sangesbrüder in Form bunter Blumengrüße durch die amtierende Schützenkönigin Sabrina Grieß an Pianist und Chorleiter überreichen.

 

Hits zum Mitsingen

Nach dem zweiten Konzert-Teil und der Zugabe „Aus der Traube in die Tonne“ labten sich die Ballgäste erst einmal am Buffet der Gaststätte „Zum Findling“. Mit Mark Forsters „Chöre“ als Eröffnung knüpfte anschließend die Osnabrücker Coverband „Five On The Floor“ an die gute Stimmung an.

 

Hits zum Mitsingen servierten die studierten Musiker, die zum Debüt in Schledehausen mit gleich drei Sängern sogar als Sextett aufschlugen, ebenso wie mancherlei Disco-Fox und später auch rockigere Nummern.